Die Ausstellung „Etrusker und Veneter. Wasser, Kulte und Heiligtümer“, die im Palazzo Ducale zu sehen ist, nimmt den Besucher mit auf eine faszinierende Reise in die Antike, um die tiefe Verbindung zwischen Wasser, Spiritualität und Ritualen in der etruskischen und venetischen Kultur zu entdecken.
Anhand archäologischer Funde, epigraphischer Zeugnisse und eines fesselnden Erzählstrangs zeigt die Ausstellung, wie Meere, Flüsse, Seen und Quellen als heilige Stätten, Kultzentren und Orte der Begegnung zwischen Mensch und Gottheit angesehen wurden.
Nützliche Informationen
- Zeitraum: vom 6. März bis zum 29. September 2026
- Veranstaltungsort: Doge-Wohnung, Dogenpalast
- Kuratiert von: Chiara Squarcina, Margherita Tirelli
- In Zusammenarbeit mit: Fondazione Luigi Rovati
- Unter der Schirmherrschaft von: Kulturministerium und Nationales Institut für etruskische und italische Studien
Der Rundgang durch die Ausstellung
Die Welt der Etrusker und der Wasserkult
Die Reise beginnt bei den Etruskern, bei denen das Wasser eine zentrale Rolle im religiösen Leben spielte. Die Heiligtümer entstanden oft in der Nähe von Häfen, Quellen oder Thermalbädern und wurden so zu Orten der Verehrung und Heilung.
Zu den Stätten, die auf dieser Route vorgestellt werden, gehören:
- Die Häfen am Tyrrhenischen Meer: Vulci und Pyrgi
- Die Kurorte Chiusi, Chianciano und San Casciano dei Bagni
- Die Heilquelle von Marzabotto, die um eine Quelle herum angelegt wurde
- Die adriatischen Zentren Adria und Spina, deren Existenz durch archäologische Funde belegt ist
Diese Orte zeigen, wie Wasser als göttliche Kraft angesehen wurde, die heilen, beschützen und eine Verbindung zum Heiligen herstellen konnte.
Die alten Veneter und die mit Wasser verbundenen Rituale
Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich der Region Venetien, wo die Beziehung zwischen Wasser und Religion originelle Formen annimmt, die eng mit der Region verbunden sind.
Zu den wichtigsten dargestellten Orten gehören:
- San Pietro in Montagnon (Montegrotto), verbunden mit den Thermalquellen
- Die Wallfahrtskirche von Lagole di Calalzo, berühmt für ihre Heilquellen
- Die Wallfahrtskirche von Este, der Göttin Reitia gewidmet
- Die Lagunenwallfahrtskirche von Altino, Schnittstelle des Handels und kultureller Einflüsseli
Hier wird das Wasser nicht nur zu einem heiligen Element, sondern auch zu einem Symbol der Offenheit und der Begegnung zwischen den Völkern.
Eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Den Abschluss des Rundgangs bildet die zeitgenössische Installation „We are bodies of water“, die den antiken Wasserkult mit der Fragilität des venezianischen Lagunenökosystems in Verbindung bringt.
Ein Finale, das dazu einlädt, über den Wert des Wassers in der heutigen Zeit nachzudenken – zwischen historischer Erinnerung und ökologischer Verantwortung.
Warum sollte man diese Ausstellung besuchen?
Diese Ausstellung ist nicht nur eine archäologische Reise, sondern ein Erlebnis, das Geschichte, Spiritualität und Gegenwart miteinander verbindet.
- Es ermöglicht es, die symbolträchtigste Seite der etruskischen und venetischen Zivilisationen zu entdecken
- Es bietet eine klare und fesselnde Darstellung, die auch für Laien geeignet ist
- Es verbindet die Vergangenheit mit aktuellen Themen wie dem Schutz der Umweltbiente
Fazit
„Etrusker und Veneter. Wasser, Kulte und Heiligtümer“ ist eine Ausstellung, die die Antike auf zeitgemäße Weise erzählt und das Wasser zum roten Faden zwischen verschiedenen Kulturen, Epochen und Weltanschauungen macht.

